Interdisziplinäre Tinnitus-Forschung am Hochschulstandort Zürich

Aktuelle Ereignisse

Vortragspreis

Wir gratulieren med. pract. Christian Thüring für seinen Vortragspreis zur Arbeit "Treating Chronic Tinnitus with Neurofeedback" welcher ihm und seinen Mitautoren anlässlich der jährlichen Frühjahrsversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Oto-Rhino-Laryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie verliehen wurde. 

Herzlichen Glückwunsch!

 

3. März Tag des Hörens & Tag zum Feiern !!!

Am 3. März fanden aufgrund des von der Weltgesundeheitsorganisation (WHO) ausgesprochenen Tag des Hörens Schweizweit Tagungen und Informationsveranstaltungen zum Thema Schwerhörigkeit und Tinnitus statt.

Prof. Dr. Martin Meyer informierte Interessierte aus Basel an der Informationveranstaltung von pro audito.

Tag zum Feiern!

STL Forschungspreis an Dr. NeffFoto: Überreichung des Forschungspreises and Dr. Neff (mitte) von der Geschäftsleiterin der pro Audito Schweiz Frau Dr. Andrea Gerfin (links) und dem Präsidenten der Schweizerischen Tinnitus-Liga Herr Prof. Dr. med. Andreas Schapowal (rechts).

Im Rahmen des Welttages zum Gehör hat auch das Universitätsspital Zürich mit Prof. Dr. Kleinjung als Hauptredner zu einer passenden Informationsveranstaltung zum Thema Tinnitus und Gehör eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhielt unser Alumni und Partner Dr. Patrick Neff  für seine herausragende Dissertation zur Neuromodulation und Tinnitus den Forschungspreis der Schweizerischen Tinnitus-Liga.

Wir freuen uns und sagen GLÜCKWUNSCH!

Credo

5 - 15 % der Menschen leiden an einem chronischen Ohrgeräusch (Tinnitus).

Etwa ein Drittel aller Erwachsener wird einmal im Leben einen Tinnitus haben.

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle ist keine objektive Ursache als Auslöser für den Tinnitus identifizierbar. Man spricht daher in der Regel auch von einem subjektiven Tinnitus. 

Unser Credo ist es, auf wissenschaftliche, evidenzbasierte und transparente Art und Weise das Phänomen Tinnitus und dessen neurologische Hintergründe zu erfassen. Mit der Unterstützung von neuropsychologischen und bildgebenden Verfahren, innovativen Technologien, sowie nationalen und internationalen Kooperationen mehren wir konstant das Wissen und verbessern wir die Behandlungsmöglichkeiten des chronischen, subjektiven Tinnitus.

Diese Webseite fasst Forschungsprojekte und Technologien zur Erfassung und Behandlung von Tinnitus in Zürich zusammen. Darüberhinaus können Sie mehr über die involvierten Institutionen, Kooperationen, Partner und Sponsoren erfahren. 

Gegenwärtiger Stand der Forschung

Der chronische subjektive Tinnitus entsteht und chronifiziert sich im Gehirn.

Zu dieser Ansicht ist die Forschung in der letzten Dekade aufgrund einer Vielzahl von neurowissenschaftlichen und -psychologischen Studien gelangt. Bei der Generierung und Chronifizierung des Ohrgeräuschs spielt eine Reihe von neuronalen Netzwerken im Gehirn eine Rolle, die sich nach einer Läsion von Haarzellen im Innenohr und einer damit verbundenen transienten, sensorischen Deafferentierung fehlangepasst haben.

In Folge dieser maladaptiven Vorgänge manifestieren sich Reorganisationsprozesse, die durch emotionale Eindrücke, aversive Bewertung und Aufmerksamkeitsprozesse unterstützt, den subjektiven Tinnitus verstärken.

Die interdisziplinäre Forschung arbeitet derzeit daran, die Entstehung und Verknüpfung dieser Netzwerke besser zu verstehen und der beträchtlichen Heterogenität in der Pathologie sowie der Varianz in der Symptomatik bei Betroffenen mit Tinnitus nachzugehen.

Diese Seite dient in erster Linie dazu, auf transparente Art und Weise, über neueste Forschungs- und Therapieverfahren im Bereich Tinnitus und deren zugrunde liegenden Mechanismen zu informieren. Darüberhinaus ist es unser Anliegen, verantwortliche Personen, Institutionen und sowohl nationale, als auch internationale Kooperationen zu präsentieren.

Der Forschungskern in Zürich besteht aus einer Kooperation zwischen dem Psychologischen Institut der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich.

Die neuropsychologischen Mechanismen des chronischen Ohrengeräuschs (Tinnitus), dessen hirnphysiologischen Ursache und Dynamik zwar ausser Frage steht, wird nach wie vor nicht ausreichend verstanden, zumal die subjektive Intensität des chronischen Tinnitus in hohem Masse von psychologischen Variablen moderiert wird und interindividuell variiert. Die geplante Grundlagenforschung zielt darauf ab, neurophysiologisch basierte individuelle Tinnitusprofile betroffener Menschen zu erstellen, um einen Ausgangspunkt für sinnvolle Interventionen zu schaffen. Langfristig planen wir die Entwicklung neuropsychologischer Therapien, die auf individueller Diagnostik der spontanen Hirnaktivität basieren. 

Folgen Sie diesem Link zu den aktuellen Forschungsprojekten: